4. Frage: Bewertung der Hamburger Politik

Wir haben die St. Paulianer*innen gebeten, der Hamburger Politik eine Schulnote zu geben, die ausdrückt, wie gut oder schlecht (von 1 bis 6) sie sich von der Politik vertreten fühlen:

stimmen_von_stpauli_politiknoten

Dabei haben wir nach längerer Diskussion entschieden, nicht gezielt nach der Bezirks- oder Senatspolitik zu fragen, da beide Ebenen mit ihren Entscheidungen auf St. Pauli einwirken.

Zusätzlich baten wir die St. Paulianer*innen, ihre Note zu begründen. Hier die häufigsten Begründungen (um das Bild größer zu sehen, draufklicken):

stimmenvonstpauli_umfrage_politik-bewertung

Fast jede(r) Zweite beklagt die Nicht-Berücksichtigung der Bewohnerinteressen in der Stadtentwicklung durch die Politik.

An zweiter Stelle steht der Ausverkauf des Viertels. Viele Bewohner fühle sich als Statisten in der Eventisierung. St. Pauli wird nicht als Wohnort behandelt.

Konkrete politische Themen, wie das Gefahrengebiet, der Umgang mit Flüchtlingen oder die Esso-Häuser wurden in geringerem Umfang genannt.

Positive Politik-Bewertungen beziehen sich vor allem auf die Bezirkspolitik.

Als Begründung für die Politiknote wurden unter anderem genannt:

  • „…weil Projekte erst vorgestellt werden, wenn sie beschlossen sind und weil die Interessen der AnwohnerInnen überhaupt nicht interessieren.“
  • „…weil ich nicht den Eindruck habe, daß die Hamburger Politik bei ihren Planungen die Interessen der Bewohner des Stadtteils berücksichtigt oder überhaupt Interesse daran hat.“
  • „…als Tourist ist man lieber gesehen als als Steuerzahler.“
  • „…weil man hier den Eindruck bekommt, nur lästig und im Weg zu sein, wenn mal wieder Halligalli stattfinden soll.“
  • „…weil wirtschaftliche Interessen + Tourismus im Vordergrund stehen und St. Pauli als Wohngebiet keine Rolle spielt.“
  • „…weil ich mit meiner Familie keinen bezahlbaren Wohnraum finde.“
  • „…den St Paulianer gibt es nicht. St Pauli ist vielmehr und das geht oft unter. (…) St Pauli das sind Familien, Arme, Reiche, Alte, Junge und viele werden gar nicht wahrgenommen.
  • „…mal wirklich Politik für die Seitenstraßen machen.“

Alle Antworten zu dieser Frage kannst Du im “Stimmenbrowser” nachlesen.

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